Gemeinde Ottersweier

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Presseberichte

Infoveranstaltung in Unzhurst

Auf reges Interesse stieß die Info-Veranstaltung zum Breitbandausbau in Unzhurst, Breithurst und Walzfeld. Karten gaben Aufschluss über den ersten Bauabschnitt und mögliche weitere Ausbaustrecken.
Auf reges Interesse stieß die Info-Veranstaltung zum Breitbandausbau in Unzhurst, Breithurst und Walzfeld. Karten gaben Aufschluss über den ersten Bauabschnitt und mögliche weitere Ausbaustrecken.

Werbung für Anschluss ans Glasfasernetz in Unzhurst

Erste Strecke wird 2020 ausgebaut/ Komplette Erschließung hängt von Nachfrage der Anlieger ab

Bei einer Info-Veranstaltung zum Breitbandausbau in Unzhurst, Breithurst und Walzfeld gaben Bürgermeister Jürgen Pfetzer, Ortsbaumeister Christian Chromy, Rechnungsamtsleiter Alexander Kern sowie Raphael Peschkes vom Netzbetreiber NGN Aufschluss über Ist-Stand und weiteres Vorgehen. Hintergrund der Veranstaltung war das Ziel, die Ausbaupläne vorzustellen und Anlieger für Hausanschlussverträge zu gewinnen. Deren Quantität entscheidet schließlich in vielen Straßen über das „Go“: Bis auf die Hauptrouten geht die Gemeinde Ottersweier erst, wenn mindestens zwei Drittel der Hauseigentümer in einer Straße sich für den Anschluss entscheiden, in den Ausbau. Pfetzer: „Ob und in welchem Ausmaß hier ausgebaut wird, liegt in Ihrer Hand.“

Unter dem Label „Glasfaser Mittelbaden“ betreiben Ottersweier, Sasbach und Lauf seit drei Jahren den Breitbandausbau und setzen dabei auf NGN als Partner. Ob des rasant steigenden Bedarfs an schnellem Internet dürfte Kupferkabel bald ausgedient haben, wie Pfetzer unterstrich. Der Breitbandausbau sei heute Teil der Daseinsvorsorge, stärke er doch den Wirtschafts- und Wohnstandort und steigere den Wert von Immobilien.

Kern zufolge liegen der Gemeinde schon über 1000 Hausanschlussverträge vor, 150 davon aus Unzhurst, Breithurst und Walzfeld. 650 Anschlüsse seien erstellt. „In Ottersweier ist die Beteiligungsquote so hoch, dass wir nahezu flächendeckend ausbauen können.“ Er bezifferte die bisherigen Investitionskosten auf rund vier Millionen Euro. Für den Gesamtausbau, der voraussichtlich bis 2022 andauern wird, seien Zuschüsse in Höhe von knapp drei Millionen Euro gewährt worden. „Darin enthalten sind rund 630 000 Euro für den Ausbau von Breithurst und Walzfeld sowie von Teilstrecken in Unzhurst.“ Die Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt in diesem Bereich sei erfolgt, Baubeginn spätestens im Januar 2020. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von rund neun Monaten.“ Kern skizzierte die fünf Kilometer lange erste Ausbaustrecke in Unzhurst, von der Kapellenstraße in Zell über den Engertweg (Straßenerneuerung inklusive) und die Nelken- und Hornisgrindestraße bis hin zur Ortsmitte Unzhurst, wo der Hauptverteiler erstellt werden soll. Sobald dieses Zwischenziel erreicht sei, „können die ersten Anschlüsse aktiviert werden“. Bei den übrigen Straßen warte man wie erwähnt die Nachfrage der Eigentümer ab. Wer noch interessiert an einem Hausanschlussvertrag entlang der ersten Baustrecke sei, solle sich bis 30. November melden; für die weiteren Straßen gelte eine Frist bis Ende des Jahres. In Walzfeld und Breithurst ist laut Kern die komplette Erschließung vorgesehen, in Walzfeld einhergehend mit der Erneuerung der Wasserleitungen. Weitere Zuschüsse, sagte er, seien nicht zu erwarten, dennoch werde auch Unzhurst bei ausreichender Nachfrage ausgebaut. „Die Kosten pro Anschluss liegen bei 750 Euro für maximal 15 Meter Länge. Sind Leerrohre vorhanden, reduziert sich die Summe auf 300 Euro.“

Chromy gab Details zum Bauablauf und verwies auf die Option, im Rahmen des Glasfaseranschlusses den Wasseranschluss zu erneuern. Die Gemeinde stehe zu festen Zeiten am Rathaus Ottersweier, aber auch für individuelle Ortstermine zwecks Beratung zur Verfügung.

Peschkes beschrieb die Internet-, Telefonie- und Fernsehdienste von NGN und die dafür nötigen Installationen im Haus. Je nach Tarif (die Kosten reichen von 24,90 Euro bis hin zu 149,90 Euro pro Monat) seien Downloads bis zu 1000 Mbits/s und Uploads bis 500 Mbits/s möglich. Die Mindestlaufzeit eines Vertrags mit NGN betrage zwei Jahre. „Das Surferlebnis startet, sobald die Installation im Haus abgeschlossen ist. Sie zahlen aber erst, wenn Ihr alter Vertrag abläuft.“

„Eine historische Chance“

Besuch auf der Baustelle: Jürgen Pfetzer (rechts) und Gemeindemitarbeiter sowie Raphael Peschkes vom Betreiber NGN (Zweiter von links) ließen sich von Andreas Kienzler (Zweiter von rechts) und Michael Braun (Mitte) über den aktuellen Stand beim Breitba
Besuch auf der Baustelle: Jürgen Pfetzer (rechts) und Gemeindemitarbeiter sowie Raphael Peschkes vom Betreiber NGN (Zweiter von links) ließen sich von Andreas Kienzler (Zweiter von rechts) und Michael Braun (Mitte) über den aktuellen Stand beim Breitbandausbau informieren.

Glasfaserausbau erreicht Unzhurst/ Erstellung der Backbone-Trasse sowie private und gewerbliche Anschlüsse 

Der Glasfaserausbau in Ottersweier, aktuell in Unzhurst, schreitet weiter voran. Zum verspäteten „Spatenstich“ fand sich eine kleine Delegation in der Kapellenstraße in Zell ein, wo seit Januar ausgebaut wird: Bürgermeister Jürgen Pfetzer, Ortsbaumeister Christian Chromy, Rechnungsamtsleiter Alexander Kern, Heidi Tolle als persönliche Ansprechpartnerin der Kommune für Hausanschlüsse sowie Raphael Peschkes vom Netzbetreiber NGN Telecom/ropa GmbH. Erwartet wurden die Besucher von Bauleiter Andreas Kienzler (Firma PEKA) und Kapo Michael Braun. 

Ortsbaumeister Christian Chromy, der sich federführend für den zügigen Bauablauf in der gesamten Kommune einsetzt, skizzierte den Ablauf der Baumaßnahme: „Wir legen in einem ersten Abschnitt die Backbone-Trasse von Zell bis zur Ortsmitte in Unzhurst, wo der Hauptverteiler, auch als POP bezeichnet, errichtet werden soll. Die für den Ausbau bewilligte Förderung seitens des Landes gilt auch für angrenzende Gewerbebetriebe und Privathäuser, die sich ans schnelle Internet anschließen lassen möchten.“ Bis spätestens Oktober sollte dieser Bauabschnitt beendet sein. In allen übrigen Straßen, informierte Pfetzer, werde die Kommune die Ausbaukosten tragen, „falls sich mindestens zwei Drittel der Anlieger pro Straße für einen Hausanschluss entscheiden“. 

In Ottersweier, sagte Pfetzer weiter, sei der Ausbau nahezu flächendeckend vollendet. „Eine ähnlich hohe Resonanz erfahren wir in Unzhurst.“ Schon jetzt seien in dem Ortsteil 300 Hausanschluss-Verträge abgeschlossen worden, ergänzte Alexander Kern. Auch die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit sei vielerorts bereits erreicht. Die erstaunlich hohe Quote führte Peschkes auf das Engagement der Gemeinde zurück: „Nur, wenn die Kommunalverwaltung sich klar positioniert und aktiv mit uns zusammenarbeitet, gelingt es, die Bürger von den Vorteilen der Glasfaser zu überzeugen.“ Und die liegen Pfetzer zufolge auf der Hand: Der Glasfaserausbau, unterstrich er, sei Teil der Daseinsvorsorge, stärke den Wirtschafts- und Wohnstandort und steigere den Wert von Immobilien. „Für die Bürger ist dies die historische Chance, sich zu einem attraktiven Preis einen Anschluss legen zu lassen. Nur Glasfaser wird die die Datenmengen, die wir in naher Zukunft erwarten, problemlos übertragen können“, bestätigte Peschkes.   

Als erfreulich wertete Bauleiter Andreas Kienzler das positive Echo, das seine Firma in Zell erfahre. „Die Leute sind froh, dass wir ihnen den Anschluss ermöglichen.“ Klagen sind auch Pfetzer nicht bekannt, im Gegenteil: „Die Anlieger loben uns gegenüber, dass es schnell vorangeht und die Lärmbelästigung gering ist.“ Auffällig sei in Zell, dass einige Bürger „sehr rührig“ seien und selbst Hand anlegten, so Kienzlers Beobachtung. Braun: „Diejenigen, die selbst vor dem Haus den für die Kabel nötigen Graben ausheben, senken die Kosten zusätzlich.“ Heidi Tolle schließlich, die die Bürger daheim aufsucht, um für einen Hausanschluss zu werben und seine Vorteile aufzuzeigen - sie verteilt auch Info-Material wie Flyer -, berichtete, sie begegne großer Aufgeschlossenheit. Pfetzer: „Das Interesse ist definitiv da. Im Rathaus gehen täglich neue Verträge ein.“

Der Glasfaserausbau in Unzhurst hat begonnen

Der Glasfaserausbau an der Hauptverbindungstrasse von der Kapellenstraße, Engertweg, Nelkenstraße, Hornisgrindestraße, Richard-Weber-Straße, Vogelgasse bis zur Verwaltungsstelle hat am 20. Januar begonnen. Die Bauarbeiten werden durch die Fa. Peka ausgeführt. 

Daneben werden im ersten Schritt auch die Zeller Straße von der Kapellenstraße bis Bebauungsende Zeller Straße 64 ausgebaut. Darüber hinaus wird der Anschluss des Neubaugebietes Oberbühn und der Kronenstraße über die Postgasse, Mühlbachstraße (Bereich Haus-Nr. 12 – 26) und Prälat-Sauer-Straße (Bereich Haus-Nr. 18 – 22) sowie der Bereich Breithurst bis Specklach ausgebaut. 

In einem weiteren Ausbauschritt wird die Rheinstraße bis zum Abzweig Waldstraße und die Waldstraße ausgebaut, da dort eine überörtliche Verbindungsleitung mitverlegt wird. Dies ist für 2021 vorgesehen, da die Gemeinde noch einen Zuschussbescheid abwarten muss. 

Für die weiteren Straßen wurde eine Abfrage durchgeführt.  

Damit der Ausbau in den restlichen Straßen von Unzhurst erfolgen kann, müssen sich 2/3 der Grundstückseigentümer für einem Hausanschlussvertrag entscheiden. 

Auf Grund des sehr hohen Investitionsbedarfs ist die Gemeinde auf eine hohe Mitwirkungsbereitschaft angewiesen. 

Bisher können aufgrund der hohen Mitwirkungsbereitschaft folgende Bereiche ausgebaut werden:

Im Bügen 

Im Grün

Dahlienweg

Geranienweg 

Eichelgartenweg 

Im Erli 

Im Kirchfeld 

Im Mühlhof

Jägerweg 

Lilienweg

Prälat-Sauer-Str. 2 – 16

Richard-Weber-Straße bis Bebauungsende

Tulpenstraße

Zeller Straße restlicher Bereich 

Wiesenweg 

Ziegelweg 

In der nächsten Wochen wird die Bauausschreibung für diesen Abschnitt vorbereitet werden. 

Als Baubeginn wird Oktober 2020 anvisiert. 

In folgende Straßen fehlen noch Hausanschlussverträge, damit die notwendige 2/3-Quote vorliegt: 

Straße fehlende Hausanschlussverträge

Acherner Straße 2

Alte Schulgasse 1

Fliederstraße 1

Löwengasse 1

Mühlbachstraße 2- 8 1

Rheinstraße 21-32 1

Rosenstraße 2

Seebuschstraße 3

St.-Cyriak-Weg 1

Hausanschlussverträge können noch abgebeben werden. Wenn die 2/3-Mehrheit erreicht wird, werden auch diese Straßen im Jahr 2021 ausgebaut werden.

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